Wintergarten beheizen


Wer einen Wintergarten auch in den kalten Monaten als Wohnraum nutzen möchte oder ihn mit exotischen Pflanzen bestückt hat, wird seinen Wintergarten beheizen müssen. Es ist besonders sinnvoll, seinen Wintergarten vorab genau zu planen, damit spätere Umbaumaßnahmen verhindert werden können. Wer sich selbst mit der Beheizung eines Wintergartens nicht auskennt, kann sich fachkundigen Rat bei einem Experten einholen, der Art und Größe der Heizelemente für die individuellen Wünsche ermittelt.

Zu einer Wintergartenheizung gehört immer eine darauf abgestimmte Steuerung, die eine Beschattung über Jalousien, Markisen oder Rollläden und die automatische Lüftung regelt. Dafür erfasst die Steuerung die Werte von Lichtstärke, Tageszeit, Außen- und Innentemperatur und Wetterverhältnisse. Ein komplexes System also, das dafür sorgt, dass im Wintergarten immer die eingestellten Klimaverhältnisse konstant bleiben.

Heizungen für den Wintergarten

Es gibt verschiedenen Möglichkeiten seinen Wintergarten zu beheizen. Eine Kombination aus Wärmepumpe und Steuerung wäre ideal, auch um die Energiekosten gering zu halten. Daneben wäre Konvektor- und Fußbodenheizungen, Bodenkanalheizungen, Heizleisten- und Sockelleistenheizung möglich.

Wärmepumpen

Wärmepumpen regeln die Temperatur in einem Wintergarten selbstständig. Sie wärmen oder kühlen je nach Bedarf und nutzen ca. zwei Drittel kostenlose Energie aus der Umwelt statt diese aus fossilen Brennstoffen zu gewinnen. Darüber hinaus lassen sich Wärmepumpen auf eine bestimmte Temperatur programmieren. Zusammen mit einer Steuerung arbeiten sie ökologisch sparsam.

Konvektor- und Fußbodenheizung

Diese Kombination ist eine weitere Möglichkeit, um seinen Wintergarten zu beheizen. Die Fußbodenheizung übernimmt dabei die Hauptarbeit der Temperierung und erhält eine Grundtemperatur, während die Konvektorheizung die restliche Wärme liefert. Der Vorteil dieser Kombination liegt darin, dass die Konvektoren kleiner sein können, als wenn sie den kompletten Wärmebedarf liefern müssten. Dadurch werden diese unauffälliger und sehen optisch besser aus.

Bodenkanalheizung

Da die Fassade eines Wintergartens hauptsächlich aus Glas besteht, bedarf es einen gleichmäßige Kälteabschirmung, die durch eine Vollraumheizung erreicht werden kann. Bodenkanalheizungen sind Vollraumheizungen mit breiten Konvektoren. Kommt diese Heizvariante in Betracht, muss vorab die Höhe des Fußbodenbelags bedacht werden. Die Bodenkanalheizung wird ebenfalls über eine elektrische Steuerung geregelt. Für die Optik können verschiedene Gitterabdeckungen in verschiedenen Farben oder aus Holz ausgewählt werden. Vorteilhaft bei Bodenkanalheizungen ist, dass diese für Allergiker geeignet sind, daneben arbeiten sie geräuscharm und lassen sich einfach reinigen. Sie verhindern auch weitgehend Schwitzwasser auf den Glasscheiben und reagieren sehr schnell auf Veränderungen des Raumklimas. Und nicht zu verachten ist, dass sie sehr energiesparend sind.


Heizleisten- und Sockelleistenheizung

Bei den Heizleistenheizungen handelt es sich um eine Warmwasserheizung, die direkt an der Glasfläche angebracht werden kann und dadurch Kaltluft von Außen optimal abschirmt. Die Wärme wird wie die von der natürlichen Sonneneinstrahlung empfunden. Der Temperaturunterschied zwischen Boden und Decke beträgt gerade einmal 1° C – der Wintergarten wird also gleichmäßig erwärmt. Die Wärmeerzeugung kann mittels Strom, Öl, Gas oder Wärmepumpe erfolgen. Weitere Vorteile liegen bei diesem Heizsystem bei der Wirtschaftlichkeit, problemlose, sogar nachträgliche Installation, die sogar selbst vorgenommen werden kann und in ihrer angenehmen Optik. Zudem ist es bestens für Allergiker geeignet, da nur eine geringe Luftbewegung stattfindet und nur wenig Staub aufgewirbelt wird.