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Brennholz und Kaminfeuerung



Verbotene Brennmaterialien

Es versteht sich von selbst, dass nur umweltgerechte Brennmaterialien verbrannt werden dürfen. Kunststoffe, lackierte oder mit anderen Mittel behandelte Hölzer und Gartenabfälle, die zu einer starken Rauchentwicklung führen, gehören nicht in den Kamin oder Kaminofen.

Brennholz selbst besorgen

Hierzulande kann man sich für wenig Geld Brennholz aus dem Wald holen. Dies bedarf der vorherigen Absprache mit dem Förster, der einem zeigt, welches Brennholz man mitnehmen darf. In einigen Regionen erhält man bei der Stadt oder Fortsamt einen Holzsammelschein. Man kann auch den Förster danach fragen. Mit diesem darf man kostenfrei sogenanntes Knüppelholz aus dem Wald holen, dass man mit einer Axt oder einer Handsäge verkleinern und alleine ohne Transportgeräte aus dem Wald schaffen kann. Es darf einem kein anderer dabei helfen, ebenso darf keine Kettensäge dabei zum Einsatz kommen.

Kettensägenschein

Wichtig beim Einsatz mit einer Kettensäge ist, dass man vorher einen sogenannten Kettensägenschein macht. Ohne diesen darf man sich kein Holz aus dem Wald holen. Kurse für Kettensägenscheine werden vom Forstamt, Kettensägenhändler und von Baumärkten angeboten. Sie kosten zwischen 45 Euro (für liegendes Holz) und 130 Euro (für stehendes Holz).

Brennholz lagern

Mit Scheitholz kann man günstig heizen, jedoch muss Brennholz vorab richtig gelagert werden. Um Brennholz richtig lagern zu können, benötigt man einen überdachten Unterstand, damit das Holz vor Regen geschützt ist. Auf dem Boden legt man vor dem Stapeln des Holzes am Besten eine Palette, damit ringsherum Luft ans Holz kommt und dieses gut abtrocknen kann. Man sagt, dass Brennholz vor dem Verbrennen ca. 2 Jahre gelagert werden soll. Erst dann hat es die nötige Trockenheit, um effektiv genutzt zu werden.

Wichtig zu wissen ist, dass fast alle Holzarten zur Feuerung verwendet werden können, aber nicht alle Hölzer liefern den gleichen Heizwert. Buchenholz hat beispielsweise einen Brennwert von ca. 1850 kW/h pro Raummeter. Als Faustregel gilt: Hartholz bietet mehr Brennwert als Weichhölzer wie Fichte und Tanne.

Natürlich kann man auch Holz verwenden, das weniger als 2 Jahre abgelagert ist. Jedoch verschenkt man dabei sehr viel Energie und läuft Gefahr, dass der Kamin durch die Feuchtigkeit versottet. Das bedeutet auch, dass der Schornsteinfeger den Kamin öfters reinigen muss. Auch verrußt bei einem Kaminofen die Scheibe stärker.

Richtig heizen

Das richtige Heizen beginnt schon mit dem Anzünden. Zusammengeknülltes Zeitungspapier, darauf einige dünnes Anzündholz und Zugluft (also Lüftungsklappe öffnen) sollte eigentlich das Anzünden leicht machen. Brennt das Anzündholz, können nach und nach Kaminscheite dazu gegeben werden. Sollte man beim Anzünden Probleme haben, kann es daran liegen, dass der Kamin entweder nicht genug zieht und ein atmosphärischer Tiefdruck herrscht. Dann hilft es, vorher einfach etwas Papier zu verbrennen. Bei Kaminöfen kann man zusätzlich die Schublade ein wenig öffnen, damit mehr Luft zugeführt wird.

Die Kaminscheite haben den optimalen Umfang, wenn man sie mit beiden Händen noch umfassen kann. Alles was dicker ist, ist zum Heizen ungeeignet. Man kann ungefähr sagen, dass ein Kilo Holz ca. 4 Kilowatt Heizwert liefert. Dies ist wichtig zu wissen, denn wenn ein Kaminofen nur mit 2 Kilowatt gelistet ist, sollte dementsprechend weniger Holz verwendet werden.

Die Lüftungsklappen werden dann geschlossen, wenn nur Glut und keine Flammen mehr zu sehen sind.

Andere Brennmaterialien

Im Handel sind verschiedene Brennmaterialien erhältlich. Neben Holz können auch gepresste Brennscheite verwendet werden. Diese brennen gleichmäßig ab und haben eine lange Brenndauer. Vorteilhaft ist, dass man diese nicht mehr lagern muss, sondern sofort verwendet werden können. Nachteilig ist ihr Preis. Für Kaminbesitzer, die ihren Kamin nur gelegentlich verwenden, sind diese durchaus gut geeignet.

Neben solchen Brennmaterialien gibt es in Baummärkten und Onlineshops verschiedene Brennpasten und Holzwollanzünder zum einfacheren Anfeuern des Kamins.

Reinigung eines Kamins

Ein Kamin sollte vor dem erneuten Anfeuern gereinigt werden. Dies bedeutet, dass man Asche und Reste von Brennmaterialien aus dem Kamin entfernt. Die Scheibe eines Kaminofens lässt sich mit einem speziellen Leuchtfensterreiniger relativ leicht entrußen.
Mit einem sogenannten Ascheschlucker, der an herkömmliche Staubsauger angeschlossen werden kann, kann man einen Kamin einfach aussaugen und erspart sich das Fegen und die dabei entstehende Staubentwicklung.