Terrasse – das Wohnzimmer im Garten



Eigenheimbesitzer wissen eine Terrasse in den warmen Sommermonaten zu schätzen. Überdacht bietet eine Terrasse sogar zusätzlichen Wohnraum, auch wenn ein Sommerregen das Sitzen im Freien nicht möglich macht.

Terrassengestaltung

Das Wichtigste bei der Terrassengestaltung ist der Belag für den Untergrund. Gern werden Terrassen mit Gehwegplatten, Natursteinplatten, Holz oder Kies gestaltet, ganz nach eigenem Geschmack und passend zum Stil des übrigen Gartens. Werden Hölzer verwendet, sollte diese feuchtigkeitsresistent sein, wie es beispielsweise Teakholz, Bankirai oder Eukalyptus ist. Kesseldruckimprägnierte Weichholz-Terrassendielen sind zwar preiswerter, halten dafür aber nicht so lange wie die genannten Harthölzer und bedürfen einen regelmäßigen Anstrich gegen Fäulnis und Insektenfraß.

Markise oder festes Dach?

Ein festes Dach bietet Schutz bei Regen und natürlich auch Schatten. Eine Markise ist dagegen eigentlich nur als Sonnenschutz vorgesehen.

Ein festes Dach kann aus verschiedenen Materialien bestehen. Schnell und einfach gebaut ist ein Dach aus Doppelstegplatten. Es ist nebenher durchsichtig und bringt Licht auf die Terrasse. Das Dach aus Doppelstegplatten wird auf eine Unterkonstruktion aus Holzbalken verschraubt. Nachteilig ist die regelmäßige Reinigung von Laub und Schmutz, die ein solches Dach schnell unschön aussehen lassen. Ein festes Dach mit Holzkonstruktion und Dachziegeln ist pflegeleichter und lange haltbar. Bringt jedoch kein zusätzliches Licht.

Eine Markise hat den Vorteil, dass diese nur bei Bedarf ausgefahren werden muss und ansonsten einen freien Sitzplatz bietet. Auf welches Dach Sie zurückgreifen, hängt also von den eigenen Bedürfnissen an einer Terrasse ab.

Terrassenöfen

Wie schnell ist der Sommer vorbei und man wünscht sich, dass man die Terrassen-Saison noch ein klein wenig verlängern kann. Man kann. Ganz einfach mit einem Terrassenstrahler oder noch eindrucksvoller mit einem Terrassenkamin.

Ein Terrassenkamin ist quasi ein Kamin für den Außenbereich, der wohlige Wärme spendet und dazu noch eine romantische Atmosphäre verbreitet. Auf diese Weise kann man auch noch an kühleren Spätsommertagen oder schönen Herbsttagen die Terrasse für gemütliche Stunden oder Gartenfeste nutzen.

Terrassenkamine kann man sich selbst mauern oder man nutzt einen vorgefertigten aus V2A (Edelstahl), Kupfer oder Herdguss. Einige Edelstahl-Modelle sind sogar fahrbar und können einfach dort hingerollt werden, wo man sie benötigt, sogar an den Sitzplatz im Freien. Mit einem einsteckbaren Grillrost wird aus einem Terrassenkamin im Handumdrehen ein vollwertiger Grill.

Terrassenmöbel

Es gibt keine speziellen Terrassenmöbel. Für die Terrassen-Einrichtung können alle Gartenmöbel verwendet werden oder bei überdachten Sitzplätzen auch Wintergartenmöbel, die nicht direkt im Regen stehen sollten, wie Möbel aus Korb, Weide oder Rattan. Praktisch sind auch Terrassenschränke für die Unterbringung von Gartenmöbelauflagen, Sonnenschirme, Gartenaccessoires und Gartenwerkzeug.

Terrasse zum Wintergarten umbauen

Auch dies ist möglich, wenn man die offenen Seiten mit einem Terrassen-Bausatz verglast. Dazu sollte sich die Terrasse auf der Südseite befinden und über ein tragfähiges Fundament verfügen.

Terrasse begrünen

Mit Pflanzen wirkt eine Terrasse besonders wohnlich und schlägt somit eine Brücke zwischen Wohnraum und Garten. Die offenen Seiten könnten beispielsweise mit Spalieren für Kletterpflanzen versehen werden. Auf der Terrasse selbst machen sich mediterrane Kübelpflanzen besonders gut. Vom Oleander bis Olivenbaum in wirkungsvollen Kübeln können viele Pflanzen eine Terrasse schmücken. Da die Kübelpflanzen zumeist überdacht stehen, müssen sie regelmäßig gegossen werden. Überschüssiges Gießwasser fängt man am Besten, zum Schutz des Terrassenbelages, mit Topfuntersetzern auf.

Wichtige Tipps für den Terrrassenbau:

Bei der Verlegung von Natursteinplatten sollten Sie diese in ein Betonbett legen, damit sie die bestmögliche Trittsicherheit bieten und Unkraut keine Chance hat. Verzichten Sie auf ein Betonbett, dann sollten Sie den Boden entsprechend vorbreiten – Pflanzen und Wurzeln entfernen, eine Folie unterlegen, diese sanden und erst dann die Steinplatten verlegen.

Beim Terrassenbau mit Holzdielen sollten die Dielen jeweils eine kleine Fuge aufweisen, damit Regen gut abfließen kann. Zum Schutz gegen das Durchwachsen von Pflanzen, sollten Sie unter die Unterbaukonstruktion eine Folie legen. Ansonsten wächst recht schnell Unkraut und Gras zwischen den Fugen durch.