Teppich



Wir kennen einen Teppich üblicherweise als Bodenbelag, im Orient hingegen ist es normal, mit Teppichen auch Wände zu verkleiden. Da wir nun einmal in Europa leben, bleiben wir bei der Variante als Bodenbelag.

Im Groben unterscheiden wir unter Teppichen und Auslegeware. Eine Sonderform sind Teppichfliesen, die zu einem bodengroßen Teppich ausgelegt werden.

Bei der Einrichtung sollte man sich vorher im Klaren sein, wie der Bodenbelag beschaffen sein soll. Eine Möglichkeit ist es, Parkett, Laminat oder Fliesen zu verlegen, die dann mit einem oder mehreren kleineren Teppichen belegt werden. Eben dorthin, wo man gern einen weichen Teppich haben möchte. Vor der Couch oder unter der Esszimmer-Sitzgruppe.

Andere bevorzugen Auslegeware für die komplette Bodenfläche. Der Vorteil ist, dass man auch im kalten Winter immer einen wärmenden Bodenbelag hat, während Fliesen und Laminat doch eher kühl sind. Nachteilig ist, dass Auslegeware natürlich mit der Zeit verschmutzt und man diesen entweder aufwendig reinigen muss oder ersetzen. Kleine Teppiche dagegen kann man von einer Fachfirma reinigen lassen.


Klassische Orientteppiche

Teppiche sind in verschiedenen Materialien, Formen, Farben und Qualitäten erhältlich. Orientteppiche werden jedem bekannt sein. Sie sind hochwertig, in Handarbeit hergestellt und können je nach Herkunft und Qualität ein kleines Vermögen kosten. Oft findet man in modernen Wohnungen den Gabbeh, ein Wollteppich mit den charakteristischen Mustern und Farben. Ursprünglich war dies einmal ein Frauenteppich – allerdings in Persien. Bis man ihn auch für den Westen entdeckte und ein regelrechter Boom entstand. Man unterscheidet bei den Gabbeh den Indo- und Perser-Gabbeh. Der Perser Gabbeh ist in der Regel dichter gewebt und daher auch teurer. Ein weiterer Begriff ist der Kelim – ein Webteppich mit schönen orientalischen Mustern. Hier in Europa werden Gabbeh und Kelim sehr gern zu rustikalen Holzmöbeln oder Landhausmöbeln kombiniert.

Wer sich mit Teppichen beschäftigt, wird sicher auch schon von Nepalteppichen gehört haben. Die Herkunft ist damit klar, nur unterscheiden sie sich von den Orientteppichen, dass sie eher schlichter gehalten werden und oft nur eine gemusterte Umrandung besitzen.

Berberteppiche waren in Deutschland vor Jahrzehnten groß in Mode und mittlerweile erfreuen sie sich wieder größerer Beliebtheit. Nicht zu unrecht, denn Berberteppiche sind hochwertige Wollteppiche, auf denen man garantiert keine kalten Füße bekommt.

Gebrauchte und antike Teppiche

Die einen mögen es lieber neu, die anderen geben sehr viel Geld für einen alten, fast zerfledderten antiken Teppich aus. Nun, Orientteppiche werden, je älter sie werden, umso wertvoller. Wer mit Antiquitäten eingerichtet ist, wird sich daher vielleicht auch einen antiken Teppich zulegen. Gebrauchte Teppiche, die gut erhalten sind, lassen sich durch eine professionelle Reinigung wie neu herrichten. Man kann dadurch eine Menge Geld sparen. In einschlägigen Auktionshäusern oder bei Gebrauchtmöbelhändler kann man gebrauchten Teppich oft zu Schnäppchenpreise ergattern.

Der Naturteppich

Bis jetzt war nur die Rede von weichen Wollteppichen, aber es gibt auch noch ganz andere Varianten, z.B. der Sisalteppich. Natürlicher geht es kaum noch und im Wohnbereich sehen sie sehr wirkungsvoll aus. Die Reinigung eines Sisalteppichs ist problematischer. Man benötigt einen saugstarken Staubsauger, der den Schmutz tief aus den Fasern holt und Flecken sollte man möglichst sofort entfernen.

Moderne Teppiche

Natürlich gibt es auch moderne Teppiche mit coolen Mustern und in erfrischenden Farben – eben für das junge Wohnen. Ganz aktuell sind Hochfloorteppiche, auch gern Zottelteppiche genannt. Die günstigen bestehen meist aus Polypropylen, also einem Kunststoff. Es gibt sie aber auch als reinen Wollteppich und sogar mit Lederzotteln. Daneben sind noch etliche Designerteppiche in allen nur möglichen Formen und Farben erhältlich, so dass sich wirklich jeder ganz individuell einrichten kann.

Hausstauballergie

Wer unter einer Hausstauballergie leidet, sollte weitgehend auf Teppiche verzichten, da sich in ihnen schnell Staub, Schmutz und allergieauslösende Partikel festsetzen können. Zugegeben, gemütlich sieht dies nicht aus, wenn auf Böden jeglicher Teppich fehlt. Abhilfe würde ein hochwertiger Staubsauger schaffen, der speziell für Allergiker erfunden wurde. So bietet beispielsweise unter anderem die Firma Dyson entsprechende Geräte an, die mit extrem hoher Saugleistung und speziellem Filtersystem ausgestattet sind.

PVC-Teppich

Meist als Auslegewaren oder Fliesen sind PVC-Teppiche erhältlich, die im Grunde nichts mit den vorher beschriebenen Teppichen gemein haben. Da sie aus PVC bestehen, einem Kunststoff, sind sie wischfest und werden vorwiegend in Küchen, Bädern und Waschküchen ausgelegt. Hochwertige PVC-Teppiche können aber auch im gesamten Wohnbereich ausgelegt werden. Z.B. PVC-Teppiche im Holzdielendesign. Auf den ersten Blick erscheinen sie tatsächlich wie ein echter Holzdielenboden.
Das Esszimmer ist oft mehr als nur ein Raum in dem gegessen wird. Hier finden Feiern statt oder Familienkonferenzen, es wird für Hobbyarbeiten genutzt oder für gemeinsame Spiele. Daher ist eine gut durchdachte Esszimmergestaltung der erste Schritt zum gemütlichen Esszimmer.