WC – das stille Örtchen


WC ist die Abkürzung für „water closet“. Wir können aber es aber auch Toilette, Klo oder Klosett nennen. Als es noch keine Toiletten in den Häusern gab, benutzte man den sogenannten Donnerbalken. Zum Glück sind diese Zeiten vorbei und wir dürfen uns mit ein bisschen mehr Luxus, auch für das, worüber man ungern spricht, umgeben.

Bei den WC´s unterscheiden wir den Tief- und Flachspüler. Bei dem Tiefspüler handelt es sich um ein Sitzklo, indem die Ausscheidungen direkt in das Wassers des Siffons fallen. Beim Flachspüler nicht. Bei diesen verschwinden Ausscheidungen erst, wenn die Spülung benutzt wird. Nachteilig bei Tiefspülern ist, dass das Wasser hochspritzen kann, beim Flachspüler ist dagegen die Geruchsentwicklung nachteilig.

Eine andere Form ist die Stehtoilette, die wir hierzulande eher selten in privaten Haushalten finden werden. In islamischen Ländern, Südeuropa und Asien sind Stehtoiletten weit verbreitet. So mancher wird bei einem Urlaub in Frankreich schon damit in Kontakt gekommen sein. Bei einer Stehtoilette handelt es sich um ein rundes Loch im Boden und seitlich angebrachten Fußstützen. Vorteil dieser Toiletten ist, dass kein Körperkontakt zu einer Toilettenbrille besteht und man bei öffentlichen Toiletten keine Ansteckung mit diversen Krankheitserregern befürchten muss.

Weitere Varianten sind das Stand- oder Hänge-WC. Letzteres wird mittels eines vorgefertigter Wandhalterung direkt an die Wand montiert, während das Stand-WC auf dem Boden steht und mit diesem verschraubt wird.

Komposttoilette

Dort, wo kein Wasseranschluss und keine Kanalisation zu finden ist, beispielsweise in Kleingärten, auf Garten- und Waldgrundstücken oder auf einem Campingplatz, kann man sich mit einer Komposttoilette behelfen.

Chemische Toiletten

Statt einer Komposttoilette sind auch chemische Toiletten geeignet, wenn keine Kanalisation vorhanden ist. Diese werden auch gern in Campingwagen und Wohnmobilen genutzt.

Toiletten mit Sicker – oder Klärgrube

Im Innenbereich werden für diese Art ganz normale WC´s mit Wasserspülung genutzt. Jedoch verschwindet das Abwasser nicht in der Kanalisation, sondern in einer Sickergrube oder Klärgrube. Da die Exkremente, wie auch bei der Komposttoilette natürlich verrotten, dürfen hier keine schwer- oder unverrottbaren Dinge wie Damenbinden und feuchtes Toilettenpapier eingebracht werden. Geeignet ist dieses System vor allem bei der ökologischen Bauweise und dort, wo kein Anschluss an der Kanalisation besteht.

Urinal

Das Urinal findet auch in privaten Haushalten immer mehr Verbreitung. Man findet es jedoch vor allem in öffentlichen Toilettenhäusern. Sie sind speziell auf männliche Benutzer abgestimmt. In privaten Haushalten nutzen männliche Benutzer gelegentlich die herkömmliche Toilette im Stehen, was von Frauen nicht gern gesehen wird. Zur recht, denn macht man ein Experiment und schüttet aus entsprechender Höhe farbige Wasser in die Toilette, wird erst einmal sichtbar, wohin sich die Flüssigkeit überall verteilt. Damit der Haussegen wegen verschiedener Gewohnheiten nicht ständig schief hängt, wäre ein Urinal eine ideale Lösung.

Bidet

Das Bidet ist keine Toilette auch wenn die Ähnlichkeit gegeben ist. Es handelt sich dabei um ein Sitzwaschbecken, um sich nach dem Toilettengang im Genitalbereich zu reinigen. In großen modernen Bädern werden immer häufiger Bidets installiert. Viele Bäder sind jedoch so klein, dass darauf verzichtet wird.