Von der Waschschüssel bis zum Designer-Waschtisch


Als es noch keine Badezimmer gab, behalfen sich die Menschen mit Waschschüsseln und Wasserkannen. Dagegen ist es heute purer Luxus, den Wasserhahn aufzudrehen und sich zu waschen und das tun wir gleich mehrmals am Tag. Deswegen wird immer mehr Wert auf eine schöne Optik gelegt. So sind heute Waschbecken in unterschiedlichen Formen, Ausführungen und Farben erhältlich. Ob oval, rund, eckig – als Wandwaschbecken oder Standwaschbecken mit Fuß. Daneben ist es aktuell modern, Waschbecken als Aufsatzwaschtisch ins Badezimmer zu integrieren. Wenn mehrere Personen im Haushalt leben, können auch auf Doppelwaschtische zurückgegriffen werden, an denen sich gleich zwei Personen am Morgen waschen können.

In der Regel bestehen Waschtische aus Keramik, das in vielen Farben erhältlich ist. Standard und immer passend sind weiße Waschtische. Aber es sind auch Waschbecken aus Edelstahl und Holz möglich. Waschbecken aus Edelstahl sind besonders hygienisch und sehen optisch sehr edel aus. Sie sind passend für das puristische und moderne Bad, in dem kein Schnörkel gewünscht wird. Holzwaschtische bringen Nostalgie ins Bad. Sie werden aus Hölzern wie Lärche oder Kambala hergestellt und innen wie außen mit einer Holzversiegelung versehen.

Natürlich kann man bei Waschbecken auch zwischen unterschiedlichen Größen wählen. Vom großen Waschbecken bis zum kleinen Waschbecken für das Gäste-WC. Eckwaschbecken ermöglichen sogar den Einbau in das kleinste Gäste-WC.

Selbstreinigende Waschbecken

Der Lotos-Effekt wird einigen ein Begriff sein. Durch diesen ist es möglich, selbstreinigende Oberflächen zu produzieren. Abgeleitet wurde diese Funktion von der Lotus-Pflanze. Unter einem starken Mikroskop ist zu erkennen, dass die Oberfläche des Lotus nicht ganz glatt ist, sondern eine Struktur aufweist. Diese ist so fein, dass darauf weder Schmutz noch Wasser haften bleibt.

Diesen Lotus-Effekt haben sich die Hersteller von Badkeramik, aber auch Hersteller von Fensterglas und Fassadenfarbe zunutze gemacht und Produkte hergestellt, die selbstreinigend sind. Doch bisher ist die Produktion noch recht teuer, so dass die Produkte, sowie auch entsprechende Badkeramik, wesentlich teurer sind als herkömmliche.

Tipps für die Befestigung von Waschbecken

Für Waschbecken werden heute häufig Waschbeckeneinbauständer verwendet. An diesen sind alle Befestigungspunkte direkt vorgegeben und erleichtern somit die Anbringung. Mit sogenannten Stockschrauben ist eine Montierung direkt an der Wand möglich. Dabei handelt es sich um Schrauben, die an einem Ende ein Holzgewinde und am anderen Ende ein Dübelgewinde besitzen. Und bei Rigipsplatten sollte für die Anbringung des Waschbeckens eine mindestens 20mm starke Spanplatte eingebaut werden. Alternativ kann auch ein Kantholz die stabilisierende Funktion der Spanplatte übernehmen.

Bei der Montage sollte die Standardeinbauhöhe beachtet werden. Diese beträgt 85cm für die Oberkante des Waschbeckenrandes. Je nach Körpergröße der Bewohner kann diese Höhe jedoch auch individuell angepasst werden.

Waschbecken-Sonderausführungen

Zu den Sonderausführungen zählt das behindertengerechte Waschbecken. Vielen älteren oder behinderten Menschen fällt die tägliche Hygiene an einem herkömmlichen Waschbecken schwer oder wird sogar unmöglich. Daher haben Badkeramikhersteller Waschbecken entwickelt die höhenverstellbar sind. Diese wäre daneben ideal für Kinder. Auch unterfahrbare Waschbecken erleichtern das Waschen am Waschbecken für Rollstuhlfahrer enorm.

Übrigens: Damit ältere gehfähige Menschen leichter das Waschbecken nutzen können, wird eine Montagehöhe von 90-95cm empfohlen. Dadurch entfällt das Herunterbeugen, was den Rücken schont.